Ich fang` dann einfach an

„Literatur im November“ - Autorenlesung mit Tania Witte an der Rhönschule

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Literatur im November“ aller Schulen des Landkreises Fulda durfte die Rhönschule vergangenen Montag die Jugendbuchautorin Tania Witte bereits zum zweiten Mal zu einer Lesung begrüßen.

Die Autorin, die abwechselnd in Berlin und Den Haag lebt, sammelte gleich zu Beginn Sympathiepunkte bei den Schülerinnen und Schülern, da sie frei und unverblümt über ihr Leben als Schriftstellerin und „Wort-Nerd“, der stets in Bewegung ist, berichtete.

Auch sie, als Autorin, wurde durch die Pandemie erschüttert, konnte sie doch keine direkten Lesungen mehr an Schulen und Buchläden abhalten, wodurch ihre eigentliche Zielgruppe, nämlich die Jugendlichen, nicht mehr direkt, vor Ort, zu erreichen waren.

Aber Tania Witte konnte trotz allem die Zeit des Lockdowns kreativ nutzen, schrieb sie doch mehrere „Pandemie“-Bücher, von denen die freie Journalistin, Lektorin, Medienpädagogin und Leiterin von Poetry Slams den Rhönschülerinnen und Rhönschülern der 8. Jahrgangsstufen 2 Werke vorstellte.

Spannend stellte Witte die eigentliche Handlung ihres neuesten Werkes dar, in dem der Protagonist Paul mit 16 Jahren seinen Weg zwischen Gefühlen für Amira, Musik, familiärem Chaos und eigenen Wurzeln finden muss. Der Coming-Of-Age-Roman „Einfach nur Paul“ wurde durch ein Recherchestipendium des Berliner Senats gefördert und ist sogar schon als Hörbuch erschienen.

Ihr zweites All-Age-Buch „Marilu“ beruht auf einer wahren Geschichte, da Tania Witte durch einen Selbstmordversuch einer guten Bekannten selbst äußerst bestürzt war und diese Gefühle literarisch verarbeiten musste. Für dieses Buch recherchierte sie sogar in einer Kinder- und Jugend-Psychiatrie, was Tania Witte bis heute noch beschäftigt und zum Nachdenken bringt.

Die psychische Erkrankung Marilus, ein aufwühlendes Thema für Familie und Freunde, wird sensibel erzählt, zeigt aber auch mit humorvollen Szenen und Dialogen den Umgang der Freunde Lasse (Marilus Bruder), Elli (Marilus Freundin), Tom, und der coolen Jule mit der Erkrankung.  Dieser Roadtrip mit ernster Thematik wurde mit dem Mannheimer Feuergriffel ausgezeichnet und durch ein Stipendium des Kultusministeriums Rheinland-Pfalz gefördert. Außerdem landete „Marilu“ auf der Shortlist des Hans-im-Glück-Preises und des Delia Jugendliteraturpreises.

Ein besonderer Dank gilt bei der Veranstaltung zum einen der AutorinTania Witte, zum anderen aber auch der finanziellen Unterstützung durch den Förderverein der Rhönschule Gersfeld.

 

Link zur offiziellen Seite von Tania Witte (Sie verlassen die Homepage der Rhönschule): Öffnet externen Link in neuem Fenstertaniawitte.de