Kölner Opernkiste gastierte auf der Bühne der Rhönschule

„Die kleine Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart verzauberte das Publikum

Die Fachschaft Musik der Rhönschule Gersfeld durfte am vergangenen Dienstag dank des Förderprogramms "Löwenstark" des Hessischen Kultusministeriums die Kölner Opernkiste mit einer Inszenierung von Wolfgang Amadeus Mozarts "Zauberflöte" (Regie: Alice van Dytsch und Stefan Mosemann) direkt auf der Schulbühne begrüßen.

Gegründet wurde die Kölner Opernkiste im November 2010. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit ihrem Ensemble aus jungen, professionellen Theaterschaffenden das Publikum von morgen direkt und vor Ort für die Oper zu gewinnen. Dies gelang ihnen vortrefflich, denn zahlreiche Kostüm- und Rollenwechsel sorgten zusätzlich für Abwechslung: Der Bariton Stefan Mosemann ("Kistenchef") spielte den Vogelfänger Papageno und den Vorredner, die Sopranistin Maria Mysachenko die Prinzessin Pamina und "Vogelfrau" Papagena. Der Prinz Tamino und Monostratos wurden von dem Tenor Jung-Kee Ann gespielt. Hier schon einmal ein großer Applaus für die stimmlichen und schauspielerischen Leistungen!

Zu Beginn der Aufführung begrüße der Drache Sammi die Kinder der 5. und 6. Jahrgangsstufe und führte in die verschiedenen Stimmlagen eines Opernsängers ein. Im Anschluss wurden die Vorbereitungen für die Opernaufführung getroffen: In Interaktion mit den Kindern wurde zu Beginn ein großes Problem gemeinsam gelöst, denn der Vorredner hatte wichtige Darsteller zu Hause in Köln "vergessenen". So wurden Darsteller einfach durch Freiwillige ersetzt und mit Kostümen und Utensilien versorgt, so z.B. die drei Knaben (Gabriel F. 5b, Sophia M. 6G, Tom S. 5c) sowie für die spätere Mutprobe etliche "Feuer- und Wasser" Darsteller, die entsprechend farbige Tücher schwenken mussten.  Doch eine Person fehlte immer noch: die Darstellerin der Königin der Nacht. Zur großen Freude aller Schülerinnen und Schüler wurde für die Rolle die Klassenlehrerin der Klasse 5a, Frau Reischmann, auserkoren und zum Mitspielen verpflichtet.  Danach konnte es losgehen.

Prinz Tamino, überzeugend gespielt von Tenor Jung-Kee An, brachte die Kinder zum ersten Mal zum Staunen, zumal er genau zwischen den Schülerinnen und Schülern sang und so das Erlebnis, einen echten Opernsänger hautnah zu erleben, noch intensivierte.

Verfolgt von der bösen Schlange (Sammi) wurde der Prinz scheinbar in letzter Sekunde vom lustigen Vogelmensch Papageno (Stefan Mosemann) gerettet - doch in Wahrheit war dies die Königin der Nacht, alias Frau Reischmann, die die Sachlage aufklärte und den beiden einen Auftrag erteilte: Sie sollen ihre Tochter Pamina befreien, die vom bösen Sarastro entführt und gefangen gehalten wurde. Als Schutz und Hilfe vor Gefahren erhielt Prinz Tamino von Frau Reischmann eine Zauberflöte sowie ein Glockenspiel, die er zum ersten Mal gegen wilde Tiere (Schüler-Brüllen aus dem Publikum) als Schutz einsetzte.

Nach der Befreiung von Pamina traf Papageno im Schloss wieder auf Tamino. Papageno, Pamina und Tamino waren voller Freude bis sie von Sarastro gestellt wurden. Dieser versprach ihnen ein glückliches Leben, wenn sie einige Prüfungen bestehen. Tamino willigte ein und auch Papageno stimmte zu, als er erfuhr, dass er am Ende vielleicht ein Mädchen kennenlernen würde, dass so ähnlich aussehe wie er. 
Die drei mussten harte Prüfungen bestehen. Papageno stellte sich dabei nicht sehr geschickt an, bereitete ihm schon die erste Prüfung des Schweigens große Schwierigkeiten. Pamina und Tamino schritten aber voran und fürchteten sich auch nicht vor der Wasser- und der Feuerhöhle. Am Ende bestanden sie die Prüfungen und Papageno bekam seine Papagena.

Und getreu der Aussage von Tamino "I´ll be back" freuen wir uns schon auf die nächste Aufführung auf unserer Bühne!