Lernen und Handeln für unsere Zukunft

Rhönschule wurde zum fünften Mal seit 2012 mit dem Titel "Umweltschule - Lernen und Handeln für unsere Zukunft" ausgezeichnet!

Für ihr besonderes Engagement im Bereich Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung haben das Hessische Kultusministerium und das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der Rhönschule Gersfeld zum fünften Mal die Auszeichnung "Umweltschule - Lernen und Handeln für unsere Zukunft" verliehen. Die Schule darf den Titel weitere zwei Jahre führen.

Nachhaltige Entwicklung bedeutet, dass alle Menschen ihre Bedürfnisse so befriedigen sollen, dass auch zukünftige Generationen ihr Leben gestalten können. Die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen, der Klimaschutz und der sorgsame Umgang mit endlichen Ressourcen sind dabei wesentliche Elemente. Aber auch soziale und globale Gerechtigkeit und faire Entwicklungschancen für alle Menschen hier und auf anderen Kontinenten sind wichtige Aspekte einer nachhaltigen Entwicklung.

Als „Fahrradfreundlich Schule“ mit Auszeichnung, einem Energiesparplan, Mülltrennung und nachhaltigen Klassenfahrten ist die Rhönschule auf einem nachhaltigen Weg. „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ ist sowohl im Leitbild als auch im Schulprogramm der Rhönschule verankert, was sich in der Praxis in einer Vielfalt nachhaltiger Aktivitäten der Schülerschaft widerspiegelt.

In allen Jahrgangsstufen und zahlreichen Fächern erfolgen Aktionen und Projekte, die Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung von Kompetenzen zu einer nachhaltigen Lebensgestaltung im 21. Jahrhundert unterstützten und so in die Lage versetzten, aktiv an der Entwicklung unserer Gesellschaft mitzuarbeiten.

Ein Schulgarten und eine Wildblumenwiese wurde angelegt, Schüler*innen haben ein großes Insektenhotel und eine Kräuterspirale gebaut und das Schulgelände mit selbstgebauten Nistkästen ausgestattet. All dies entstand im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften wie die AG Schulgarten oder der Imker-AG, während Projektwochen oder im Fachunterricht.

Die Rhönschule arbeitet, wenn möglich, jahrgangs-, fächer- und schulformübergreifend. Als Beispiel sei ein Gemeinschaftsprojekt der Klassen 7 und 8 in den Fächern Religion und Kunst genannt. Ergebnis war eine hölzerne Installation zum Thema Menschenrechte. Ausgewählte Menschenrechte wurde in Symbole umgewandelt und zu einer Rätselspielwand zusammengestellt, bei der sich unter klappbaren Piktogrammen die dazugehörigen Informationen befinden.

Die Schüler*innen profitieren immer wieder aus der Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern. Als Beispiel sei das Projekt „Apfelwerkstatt“ genannt, in dem sie u.a. mit der handbetriebenen Apfelpresse des Rhöner Umweltmobils RUMpel eigenen Saft herstellten und sich schmecken ließen. Eine andere Klasse backte mit schuleigenen Äpfeln leckeren Apfelkuchen und verzehrte diesen noch warm mit Eis und selbst hergestellter Vanillesoße.

Regelmäßig werden die Stecheller und der Teich im Wildpark Gersfeld von Schüler*innen auf ihre Wasserqualität hin untersucht. Zusätzlich werden weitere außerschulische Lernorte aufgesucht wie z.B. der Biolandhof Rönshausen, das Seniorenhaus „Am Mühlensteg“ oder Handwerksbetriebe. Die Lernpartnerschaft mit der Firma „Förstina-Sprudel“ rundet das Bild der Rhönschule als in die Region eingebundene Schule nachhaltiger Entwicklung ab.