Regionalfinale von „Jugend debattiert“

Rhönschülerin Fiona wird Vierte im Stadtschloss / Klasse 9G fiebert im Marmorsaal mit

Nach etlichen Jahren in anderen Räumlichkeiten ist das Regionalfinale des Wettbewerbs „Jugend debattiert“, der unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, ins Stadtschloss Fulda zurückgekehrt und war wieder mal ein gutes Beispiel für das Zuhören und pointiertes Argumentieren. Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld – mit abgeschnittener Krawatte - wies bei seiner Eröffnung darauf hin, dass Demokratie wichtig und vielleicht wichtiger als früher und alles andere als selbstverständlich ist. Auch in Fulda herrschten früher Fürstäbte wenig demokratisch, heute verunsichern Fake News die Menschen.

Fiona Teppich aus der 9G, begleitet von ihrer Klasse und dem Nachrücker Elias Goldbach, musste sich gleich in der ersten Debatte mit dem Thema Windkraft und drei weiteren Mädchen auseinandersetzen. Sie bekam die etwas unglückliche Position Contra Zwei zugelost, bewies aber Haltung und machte vor allem deutlich, dass sie nicht gegen Windkraft an sich argumentierte, sondern nur gegen eine Veränderung der Abstandsregel. Der ganze Marmorsaal war angesichts der fair und korrekt geführten Debatte beeindruckt und applaudierte langanhaltend.

In der zweiten Debatte der Altersgruppe I diskutierten vier Jungs das Thema, ob die Schule gesellschaftliches Engagement der Schüler „belohnen“ sollte oder nicht. Diese Runde war wesentlich schwächer mit einigen Formfehlern und Zeitüberschreitungen. Aus beiden Debatten kommen letztlich vier Sieger weiter, jeweils zwei aus jeder Debatte. Leider bewertete die Jury, bestehend aus drei Lehrkräften, Fionas Beitrag zu kritisch, sodass sie mit dem vierten Platz zufrieden sein musste. Dennoch bleibt ein positives Fazit nach einer gelungenen Veranstaltung in einem würdigen Ambiente.