Austauschfahrt nach Bellegarde 2019

Abwechslungsreiches Programm für Austauschschüler

Direkt nach den Osterferien (28.4. – 5.5.2019) fuhr eine Gruppe von 17 Schülerinnen und Schülern sowie den beiden Lehrerinnen Frau Blenk und Frau Röver in Gersfelds südfranzösische Partnerstadt Bellegarde.  Mit dem TGV ging es in sieben Stunden von Frankfurt bis Avignon, von dort weiter mit dem Bus ins ca. 35 km entfernte Bellegarde.

Vor Ort hatte – wie immer – Madame Simone Paris gemeinsam mit vielen fleißigen Helfern ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. 

Zum Kennenlernen der Stadt wurde uns ein sehr interessanter und gut verständlicher Film über Bellegarde gezeigt. Außerdem wurden wir vom Bürgermeister begrüßt und jeder bekam eine Tasche mit Geschenken aus der Region. Anschließend gingen wir auf den Berg mit der Burgruine und genossen bei bestem Wetter die wunderschöne Aussicht rund um Bellegarde.

Am folgenden Tag nahmen die Schüler an einem Verkehrssicherheitstraining teil. Mit einer speziellen Brille wurde simuliert, wie sich die Wahrnehmung verändert, wenn man Alkohol getrunken hat. Absoluter Höhepunkt war aber „la voiture tonneau“, ein Auto, in dem ein Überschlag simuliert wird und in das sich jeder einmal setzen durfte. Deutlich wurde dabei, wie wichtig es ist sich anzuschnallen und dass herumliegende Gegenstände (in diesem Fall Schaumgummibälle) durch das Auto fliegen und ein Vielfaches ihres eigentlichen Gewichtes erreichen.

Kulturelle Höhepunkte waren die Besichtigung der einst von den Römern besetzten Stadt Nîmes und ein Besuch der „Pont du Gard“, der beeindruckendste Teil eines 50 km langen Aquädukts, mit dem die Römer vor 2000 Jahren Wasser bis nach Nîmes führten.

Außerdem gab es einen Ausflug in die Camargue, wo wir mit einem kleinen Zug durch die Salinen von Aigues Mortes fuhren. Auf dem Weg durch die Camargue konnten hin und wieder Stiere sowie Pferde und Flamingos in freier Wildbahn bewundert werden.  Bei zwei Ausflügen ans Mittelmeer ging es zum einen nach Les-Saintes-Maries-de-la-mer, zum anderen an den Strand von Le Grau du Roi.  

Am 1. Mai fuhren wir zunächst nach Arles, um den traditionellen Umzug der „Gardians“ (Rinderhirten zu Pferde) und der „Arlésiennes“ in ihren wunderschönen Kleidern anzusehen. Danach verbrachten wir den Tag auf eine Stierfarm in der Provence (manade Laugier in Raphèle). Dort wurde uns der Alltag der „Gardians“ nähergebracht: Herde zu Pferde zusammentreiben und einzelne Tiere davon trennen, die sogenannte „Marquage“ (Brandmarkung) und deren Bedeutung. 

Erstmals auf dem Programm stand eine botanische Wanderung durch die „Garrigue“ rund um den Fluss Gardon. Dabei erhielten wir viele interessante Informationen zur Pflanzenwelt in dieser Gegend, erfuhren aber auch in Wort und Bild, wie sich das kleine Flüsschen Gardon bei Gewitter innerhalb kürzester Zeit in einen reißenden Strom verwandeln kann.

Die gelungene Organisation, das fast durchweg schöne Wetter und die Gastfreundschaft der französischen Familien sorgten bei allen für eine unvergessliche Woche.