„Genetisch gleicht die Maus dem Menschen“

Erfolgreicher Theaterabend mit mehr als 100 Gästen

Mira Weber und Adina Albert in: "Schlangengrube Blind-Date"

 Mehr als 100 Gäste besuchten am 11. Juni 2018 die Theateraufführung des Kurses Darstellendes Spiel (9 Ga/b) und der Theater-AG (Kl. 8-10) auf der Bühne in der Schulstraße der Rhönschule. Unter dem Titel ‚Genetisch gleicht die Maus dem Menschen’ setzten die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler bekannte und weniger bekannte literarische Texte nach ihren Ideen in Szene, wobei es mal heiter - mal ernst zuging.

 Den Einstieg bildete die Sequenz ‚Nazis raus – Graffitis’, frei nach dem Känguru-Manifest’ von Marc-Uwe Kling, in welcher das kommunistische Känguru, dargestellt durch Camillo Heil, zusammen mit dem stoischen Kleinkünstler Marc-Uwe (Noah Trapp) die Straßen unsicher machte. Dabei begegneten ihnen Menschen unterschiedlichster Art (Julius Aha, Isabel Leibold, Bernadette Bauer, Anton Seiffert), die sie in hintergründige und witzige Dialoge verwickelten und dabei unbarmherzig dem Publikum vorführten.   

 Es folgte eine Interpretation des Gedichtes ‚Der Panter’ von Rainer Maria Rilke. Johanna Heller, Tabea Höhl, Franziska Müller und Paula Unger nahmen das Publikum mit in die unterschiedlichen Phasen der sich steigernden Verzweiflung eines jungen Mädchens, die den Verlust der eigenen Mutter nur schwer verarbeiten kann.

 ‚Faustdick!’ ging es weiter in der Pudel-Sequenz mit Julie Beh als Faust, Ronja Schelling in der Rolle des Gretchens und Valentina Trani als Mephistoles, einer äußerst gelungenen Parodie auf das erste Zusammentreffen eines verjüngten Faust mit der unschuldigen Grete in der heutigen Zeit.

 In der Ganter-Sequenz – angelehnt an ‚Der propre Ganter’ von James Thurber  - geriet eine Touristin (Sophia Detig) unter Verdacht eine Terroristin zu sein. In einem strengen und unbarmherzigen Verhör, durchgeführt durch Ronja Heil und Lorena Schleicher, wurde ihr eine tratschsüchtige Zeugin (Paula Krenzer) zum Verhängnis.

 Noch bitterer wurde es in ‚Schlangengrube Blind-Date’, wo die schüchterne Frieda (Ronja Schelling) zu einem Blind-Date erschien, unterstützt von ihren vier besten Freundinnen (Adina Albert, Julia Kümmel, Lea Maul, Mira Weber), die ihr ‚natürlich’ helfen wollten. Was ‚beste Freundinnen’ sind, davon konnten sich die Zuschauer an diesem Abend ein Bild machen.

 Den Schluss des kurzweiligen und durchaus auch nachdenklich stimmenden abends bildete eine zweite Känguru-Sequenz unter dem Titel ‚Bei Herta im Café’ – Digitale Welt, bei der alle Akteure noch einmal auf der Bühne agierten und mit lang anhaltendem Applaus belohnt wurden. Hierzu wurden ebenfalls Jorrit Ohm, Jonathan Beermann, Florian Thämer, Maximilian Seufert und Luca-Tim Lauer, die für die Technik zuständig waren, auf die Bühne gebeten. 

Herr Schumacher bedankte sich bei allen Beteiligten mit anerkennenden Worten und übergab den beiden Leiterinnen des Theaterteams, Frau Hoff (DS u. Theater-AG) und Frau Blenk (DS), Blumensträuße.

Bei alkoholfreien Cocktails - organisiert durch den Förderverein – beendeten die jungen Schauspielerinnen und Schauspiel einen äußerst gelungenen Theaterabend gemeinsam mit ihren Familien, Freunden und Lehrern.

 

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