HeRo-Projekt "Biokunststoffe" 2014

Am Mittwoch den 09.07.2014 wurde an der Rhönschule Gersfeld das Chemieprojekt „Biokunststoffe“ vom Chemiekurs der zehnten Klassen unter der Leitung von Frau Klann durchgeführt.

Diese Fortbildung wird vom NaWA / Tour für Schüler angeboten.

Nach einer kurzen Einführung unserer Projektleiterin Frau Dipl. Biol. Erika Hofmann über verschiedene Kunststoffe im Alltag, deren Gefahren und ungefährlichen Alternativen, begannen wir in Gruppen die einzelnen Stationen zu bearbeiten.

Während man bei Station eins, vier und neun praktisch vorgehen konnte, z.B. durch die Herstellung eines „Flummies“ oder der Nachweis von Stärke in verschiedenen Lebensmitteln, konnte man bei Station zwei, drei, fünf und sechs sein Wissen erweitern, z.B. durch einen Lehrfilm am Computer.

Frau Dipl. Biol. Erika Hofmann arbeitet als Referentin für Bildung am Kompetenzzentrum HessenRohstoffe (HeRo); nähere Informationen zu den Angeboten des Kompetenzzentrums finden Sie hier.

Verfasst von Axel Kunert, Noah Bohnwagner und Darius Losert

HeRo-Projekt "Biokunststoffe" 2015

Biokunststoffe?! Eine Alternative für die Zukunft?

Ein Chemie –Workshop der 10. Klassen

Am Mittwoch, den 17.06.2015 haben wir an einem Chemie-Workshop bei Frau Wendtlandt teilgenommen, die mit der NawaTour, einem mobilen Bildungsprogramm für hessische Schulen, unterwegs ist. Frau Wendtlandt hatte einige Stationen zum Thema Kunststoff für uns aufgebaut. Der gesamte Tag stand unter dem Motto: „Biokunststoffe?! Eine Alternative für die Zukunft?“ Diese Frage haben wir uns gestellt, da die Erdölressourcen (herkömmlicher Kunststoff wird aus Erdöl hergestellt) erschreckenderweise voraussichtlich nur noch für die nächsten 60-70 Jahre ausreichen. Biokunststoffe hingegen kann man durch Stärke (in Kartoffeln, Mais etc. enthalten) herstellen. Darum wird momentan intensiv nach Alternativen zu den klassischen Kunststoffen gesucht.

Als Einstieg wurde uns die Lebenszeit der verschiedenen Flaschenarten erklärt. PET-Flaschen sind beispielweise nur Einwegflaschen, die nachdem man sie in den Pfandautomaten geworfen hat auf dem Müll landen. Festere Kunststoffflaschen werden vom Getränkehersteller gereinigt und können bis zu 15x wiederverwendet werden. Am effizientesten sind aber immer noch Glasflaschen, da diese bis zu 40x wiederverwendet werden können. Außerdem haben wir alltägliche Plastiktüten mit Tüten aus Biokunststoffen verglichen.

Später haben wir uns in Kleingruppen an die Stationen verteilt. An der ersten Station haben wir zwei Gläser mit Wasser gefüllt. In das eine haben wir PS-Verpackungs-Chips und in das andere Mais-Verpackungs-Chips (Biokunststoff) gegeben. Hierbei konnte man sehen, dass sich der Biokunststoff innerhalb von 5 Minuten beinahe vollständig zersetzt hat, der herkömmliche hingegen hat sich nicht verändert. Dadurch lässt sich ein großes Umweltproblem aufzeigen. Oft werden Kunststoffe im Meer entsorgt und Tiere nehmen diese mit ihrer Nahrung in den Körper auf. Da sie den Kunststoff nicht verdauen können, werden ihre Mägen verstopft, sie verhungern und sterben  an diesen Qualen.

Desweiteren gab es eine Station, an der man die Kennzeichnungen für die verschiedenen Kunststoffe den entsprechenden Kunststoffgegenständen zuordnen sollte.

An der dritten Station haben wir Gesichts-/Körperpeelings und Zahnpasta gesiebt, sodass nur noch die Kunststoffkügelchen übrig geblieben sind. Desweiteren lag an der Station eine Liste aus. Darauf waren Kosmetikprodukte aufgeführt, die Kunststoffe enthalten. Diese Liste kann man auf der Internetseite des "BUND" einsehen. Außerdem findet man auf dieser Internetseite Informationen zur App ToxFox, mit der man Kosmetikprodukte einscannen kann, um zu sehen, ob sie möglicherweise schädliche Stoffe enthalten. In der vierten Station haben wir Flummis aus Stärke, Boraxlösung und Lebensmittelfarbe hergestellt. Die Zutaten wurden erhitzt, bis eine klebrige Masse entstand, die man zu Flummis formen konnte.

Unser Fazit: Der Workshop war eine erfrischende Abwechslung zum normalen Unterricht, daher würden wir uns freuen, wenn die nachfolgenden Klassen auch am Projekt teilnehmen könnten. Wir sollten mehr darauf achten, weniger Einwegflaschen zu benutzen und stattdessen festere Kunststoffflaschen oder Glasflaschen benutzen. Außerdem wurde uns umso mehr bewusst, dass es wichtig ist, öfter beim Einkaufen auf Papier oder Stofftaschen zurückzugreifen, da wir mit unseren Erdölressourcen ja nicht ewig auskommen werden und die Plastiktüten gleich wieder weggeworfen werden.

Anna Gutmann und Carola Mihm Schülerinnen der Klasse 10Rb

                                          Die NawaTour ist Teil der Hessischen Bildungsinitiative Nachhaltigkeit